Gesundheitsprävention

Die Kältetherapie soll in der Lage sein Schmerzen zu reduzieren** und Entzündungen zu lindern**.

Rheumatoide Erkrankungen

Die Kältetherapie ist als therapeutische Indikation bei derartigen Leiden anerkannt und wird bereits als gängige Therapieform eingesetzt. Gerade solche positiven Effekte, wie die signifikante Schmerzlinderung unmittelbar im zeitlichen Rahmen von bis zu 4 Stunden an die Anwendung folgend, ist ein wesentlichen Grund weshalb insbesondere Kurkliniken die Kältetherapie vor die Bewegungstherapie der Patienten/innen verordnen. Auch unsere entsprechend relevante Kundengruppen berichten beispielhaft von einer signifikanten Schmerzbefreiung, bis hin zur ärztlich überwachten Verringerung zuvor verordneter Schmerzmittel.

Schmerzgedächtnis

Gerade durch die Herabkühlung der Oberhaut bis nahezu an den Gefrierpunkt werden die Schmerzsensoren blockiert (ab 5°C Hauttemperatur). Die Kältestimmulierung führt so zu einer Desensibilisierung der Nozizeptoren. Mutmaßlich möchte man davon ausgehen, dass die schmerzlindernde Wirkung das "Schmerzgedächtnis" beeinflusst. Eine bessere Beweglichkeit und das Absetzen entsprechend zuvor verordneter Schmerzmittel, kann daraus die Folge sein.

Entzündliche Prozesse

Die Kältetherapie reduziert effektiv die entzündlichen Prozesse in der Muskulatur nach intensiven Belastungseinheiten. Die notwendige Erholungszeit wird durch die positiven Effekte der Kältetherapie auf immunologische Parameter und auf den Regenerationsprozess verkürzt.

Stärkung des Immunsystems

Man kann davon ausgehen, dass die Wechselzustände von extremer Kälte von -110°C und normaler Umgebungstemperatur von bis zu +21°C die Durchblutung der Inneren Organe und der Muskulatur ansteigen lässt. So dadurch dann auch die bessere Versorgung mit Sauerstoff. Aufgrund der erhöhten Durchblutung werden Entzündungsparameter durch den erhöhten Abtransport entzündlicher Prozesse über die Lymphbahnen reduziert. Infolge dessen dürfte somit auch das Immunsystem hieraus positive Effekte ziehen.

Depressionen, Angst- & Schlafstörungen sowie Burn-Out

Auch im psychiatrischen Bereich findet die Kältetherapie zunehmend ihre Anwendung. In der Studie** haben sich eine positive Wirkung auf depressive Erkrankungen und Angststörungen herausgestellt. Wahrscheinlich ursächlich dafür ist die Modulation der Hormone und Neurotransmitter.

Psoriasis (Schuppenflechte) & Neurodermitis

Nach einer regelmäßig durchgeführte Serienbehandlung von mind. 20 Anwendungen á 3 Minuten und einer Umgebungstemperatur von -110°C konnten signifikante Verbesserungen hinsichtlich Juckreiz und der Verbesserung des allgemeinen Hautbildes beobachtet werden**. Dies stellt gerade für solche Patienten/innen einen enormen Gewinn an Lebensqualität dar.

Therapeutischer Anwendungsumfang

Entsprechend den Resultaten diverser Studien** kann man grundlegend davon ausgehen, dass ein therapeutischer Wirkungseffekt oder eine nachhaltige positive Auswirkung auf den menschlichen Körper erst nach 10 bis 30 Behandlungsanwendungen eintreten wird. Es dürfte sich daher empfehlen, mindestens 1-2 mal täglich 2-3 Minuten bei mindestens -110°C bis zu maximal -160°C eine Anwendungskur zu absolvieren und eine darauf folgende mindestens gleichlange Pause,wie die zuvor durchlaufene Behandlungsdauer (in Tagen) einzulegen.

Kontraindikationen

Patienten/innen mit Gefäßverengungen, Gefäßerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Platzangst, Epilepsie, Bluthochdruck von höher als 170/85, Diabetes (Neigung zur Unterzuckerung) und Fallsucht, ist die Durchführung einer Kältetherapieanwendung nicht zu empfehlen. Ohne vorherige ärztliche Anamnese, Diagnose und Bewertung sollten sich diese Hoch-Risiko-Personengruppen ausdrücklich keiner Ganzkörper-Kältetherapie unterziehen.

Weniger Schmerzen nach Kältetherapie

Bevor Ihnen als Rheuma-Patient Kältekammer-Anwendungen verordnet werden, sprechen Sie in jedem Fall zuerst mit ihrem Hausarzt oder einem Rheumatologen – einem Facharzt, der auf die verschiedenen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen spezialisiert ist. Die Ärzte messen mit einem EKG unter anderem Ihren Herzrhythmus und finden so heraus, ob die Behandlung in der Kältekammer für Sie geeignet ist.

Wenn Sie an einer oder mehrerer dieser Vorerkrankungen leiden, sollten Sie von dem Besuch einer Kältekammer absehen:

  • Bluthochdruck, Schlaganfall oder Herzinfarkt:
  • Kälteallergie: Reagieren Sie auf Kälte mit juckendem, roten Ausschlag, ist die Kältebehandlung nicht für Sie geeignet.
  • Platzangst: Eine Kältekammer ist eng – Menschen, die an Klaustrophobie leiden, halten das womöglich nur schwer aus.

Bevor Sie die Kältekammer betreten, wird noch einmal Ihr Blutdruck kontrolliert. Der Grenzwert liegt bei 170 zu 85. Überschreitet er diesen Wert, müssen Sie warten, bis er auf einen Normalwert von 120 zu 80 sinkt. Denn die klirrende Kälte, der Sie bei der Behandlung ausgesetzt sind, erhöht den Blutdruck noch weiter – das Risiko für Herz-Kreislauf-Schäden steigt.


So funktionierts!

Sie erhalten Mundschutz, Wollsocken zum anziehen. Ihre Badekleidung lassen Sie während der Anwendung angezogen. Sollte es zu Wartezeiten kommen, haben Sie einen Bademantel zum anziehen.

Die Kammer kühlt nach Einschalten direkt auf -110°C ab und kann bis zu -190°C herabgekühlt werden. Die Anwendung dauert nur 3 Minuten. Anschließend erhalten Sie einen wärmenden Tee zur Entspannung.

Nach der Behandlung durchströmt Ihren Körper ein angenehm warmes Gefühl. Denn sobald er wieder in seiner gewohnten Umgebungstemperatur von 21 bis 22 °C ist, wird er stärker durchblutet und heizt sich deshalb schnell wieder auf. Viele Menschen berichten, dass sich ihre rheumatischen Beschwerden direkt reduzieren.

Anwendungsbetreuer Christian Vucetic: „Viele unserer Kunden berichten von einer direkt einsetzenden Wirkung, die extreme Kälte verringert das Schmerzempfinden. Eine anschließende Physiotherapie ist bei den meisten der Patienten/innen so viel besser möglich. Ab 10 Anwendungen berichten die meisten der Kunden/innen von einer deutlich, spürbaren Verbesserung. Manche können sogar nach Rücksprache mit ihrem Arzt die Schmerzmittel reduzieren.“